Auf die Schnelle – ich bin nach meinen Nachtwachen immer noch bläh…


Neues Gesicht entdeckt? Richtig! Mehr in Kürze.
Auf die Schnelle – ich bin nach meinen Nachtwachen immer noch bläh…


Neues Gesicht entdeckt? Richtig! Mehr in Kürze.

Uhm… ehrlich gesagt… die beiden haben noch keine Namen. Ich habe einfach mal als Default die Namen genommen, die Famous Figures angibt. In Winonas Fall ist das auch der, den Dragon benutzt. Der Herr ist der AA Bodybuilder von bbi.
Winonas Original-Bemalung ist irgendwie ein bisschen zu simple für meinen Geschmack gewesen und die Lippen waren einfach grottig, deshalb ist sie bereits dem Pinsel zum Opfer gefallen. Ich bin noch nicht ganz zufrieden, aber für’s Erste reicht’s.


Ein Problem bei ihr war / ist die Entfernung der Originalbemalung. Nagellackentferner funktioniert kaum, vor allem die Farbe auf den Wangen schmiert und lässt sich nicht wirklich entfernen. Ich denke, die nächste Neuerwerbung wird eine Flasche Aceton sein…
Ein anderes Problem ist die Bekleidung – Winona hat den gleichen beknackten Körper, den auch Linh hat:

Zum Windlicht-Untergestell gibt es jetzt auch eine Tischplatte, ein Kerzenuntersetzer aus Glas von Eika:

Der Laden hatte auch kleine Schieferplatten, die hätten mir noch besser gefallen, waren aber quadratisch. Vielleicht für einen anderen Tisch?
Also, ich bin zwar mit dem Mund immer noch nicht zufrieden, aber hier ist das versprochene Portrait von Linh:

Und jetzt zu etwas anderem:
Jules soll ein Alice-Kostüm bekommen. Nur damit wir uns richtig verstehen – es geht hier nicht um die Disney-Version, sondern um meine Interpretation des Carroll-Charakters.

Die Unterröcke waren eine echte Herausforderung und leider eine, der ich nicht ganz gewachsen war… sie sind schief. Macht aber nix, weil ja noch ein Rock drüber kommt.
Dass sie so tief auf der Hüfte sitzen, hat einen Grund. Der Rock, der dazu gehören wird, wird auch jede Menge Falten am Bund bekommen, so dass ich einen dicken Wulst in der Taille vermeiden will. Und man wird es eben auch gar nicht sehen.

Die Schute hat mich eine Menge Nerven gekostet, weil ich kein Schnittmuster gefunden habe, aus dem ich wirklich schlau geworden bin… Also habe ich mir testweise selber eins zurecht gebastelt. Ist auch gar nicht schlecht geworden, nur dass ich die erste Version aus Filz genäht hatte – ich dachte, das Ganze sollte steif sein. Naja. Version 2 gefällt mir schon ganz gut, auch wenn die Falten der Spitze übel zu stecken waren.
Jetzt brauche ich nur noch ein passendes Satinband, um den unteren Rand einzufassen und Bänder zum Binden unter dem Kinn zu haben.
Diese rote Version des Kleides wird erstmal nur eine Testversion, um zu sehen, wie meine Vorstellungen sich auf die Puppe übertragen. Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Farbe die endgültige Version bekommen wird, vielleicht bleibe ich ja bei dem Weinrot. Davon habe ich jedenfalls genug hier.
Den Landschaftspark Duisburg-Nord kannte ich bislang nur beleuchtet in der Abenddämmerung und ich gestehe, dass ich die Einstellung der konservativen Schrottrobber zu bunten Lichtern mehr und mehr nachvollziehen kann. Beton und Rost haben einen ganz eigenen Charme, wie ich gestern nachmittag mal wieder feststellen konnte.
Interessant fand ich, die Kletterer zu beobachten. Als ich das erste Mal hörte, dass der Deutsche Alpenverein eine Sektion in Duisburg hat, musste ich lachen, aber das zu sehen ist schon beeindruckend. Chapeau!
Natürlich sind wir nicht ohne Figuren im Gepäck gestartet, Linh und Arthur waren dabei. Dazu sollte ich vielleicht mal etwas ausholen und erzählen, wie ich Charaktere entwickle. Aber erstmal zu den Bildern:

Linh hatte ja letztes Jahr schon in Köln gezeigt, wie musikalisch sie ist, deshalb wollte ich mit der Thematik etwas weiter herumspielen. Falls die Gitarre am Ende das Instrument der Wahl sein wird, wird sie allerdings nicht pink bleiben…

Ieeek! Mit Sonnenbrille sieht Arthur ja aus wie Thomas Helmer… das geht nicht.
Okay, also nochmal zu den Charakteren. Manchmal gibt es eine bestimmte Rolle, die ich besetzen will, dann habe ich recht klare Vorstellungen davon, wie die jeweilige Figur in etwa aussehen soll – kein Problem. Ein Besipiel dafür ist Kazuko. Ich wollte eine Asiatin und ich wollte, dass sie eher zurückhaltend und schüchtern rüberkommt. Mit diesen Voraussetzungen bin ich dann bei dem Obitsu-Kopf hängen geblieben.
Manchmal ist es aber dann doch so, dass ich eine Figur habe, die mich anspricht und die ich in die Geschichten einbauen will. Dann kommt die große Frage nach dem „Wie“… Für mich hat sich dazu folgendes Verfahren bewährt:
Ich spiele mit der Bekleidung. Wenn ich dann einen Stil gefunden habe, der mir für die Figur gefällt, fange ich an, Fotos zu machen. Die meisten dieser Fotos gehen nie an die Öffentlichkeit, weil sie alleine dazu gedacht sind, ein Gefühl für die Figur zu entwickeln. Dabei versuche ich, die Figur in verschiedenen Situationen darzustellen und spiele dabei auch noch etwas mehr mit der Bekleidung. Bei diesen Fotoserien kommt dann das Gespür für mögliche Charakterzüge ganz von selbst.
Ich sehe dabei allerdings nicht nur, was mir gefällt, sondern natürlich auch, was mir nicht gefällt. Deshalb habe ich das Foto von Arthur mit Sonnenbrille gezeigt – die Ähnlichkeit mit Thomas Helmer hat mich so angesprungen, dass ich mir sicher bin, dass man Arthur in Geschichten niemals mit einer schmalen Sonnenbrille zu Gesicht bekommen wird.