Es ist schon etwas her, dass ich den letzten Beitrag in der Kategorie „Und danke für den Fisch…“ geschrieben habe, aber es war wohl etwas naiv zu denken, da käme keiner mehr.
Um’s kurz zu machen (die Langfassung folgt weiter unten):
Falls Ihr Euch berufen fühlt, in die Bresche zu springen, weil Ihr meint, mir wäre ein Unrecht geschehen, dann tut Euch selbst einen Gefallen und kommt zuerst zu mir.
Und weil genau das diese Woche nicht passiert ist und ich deshalb eine Email erhalten habe, die mich erst geschockt und dann ziemlich sauer gemacht hat, gibt es jetzt diesen Beitrag.
Achtung – es folgt ein längerer Text, der in Teilen sarkastisch gemeint ist. Nachdenken ist ausdrücklich erwünscht!
Lang, lang ist’s her, da hatte ich eine Idee. Wie es mir gelegentlich passiert, ist die Idee nicht über die Anfangsstadien hinausgekommen, aber in diesem Fall war das erste Kapitel eine Weile online (ist es seit dem 12.2. – einen Tag bevor mich besagte Email erreichte – nicht mehr). Und dieses Kapitel hat jemand offensichtlich zum Anlass genommen, eine Bekannte von mir des Diebstahls zu bezichtigen. Da Ganze als „klauen“ zu bezeichnen, macht es nicht niedlicher oder besser oder wasauchimmer.
Was mich daran so ärgert, sind 2 verschiedene Dinge:
Zum einen hasse ich es, wenn andere Leute meinen, sich um meinen Kram kümmern zu müssen. Das kann ich nämlich, wenn es darauf ankommt, sehr gut selber erledigen. Wenn es darauf ankommt… aber dazu später mehr.
Zum anderen finde ich es ziemlich heftig, einen anderen des Diebstahls zu bezichtigen, ohne dafür wirklich gute Gründe zu haben. Ich werde zu den anderen Anschuldigungen (die sich auf 2 weitere Seiten mit Geschichten beziehen, die mir bekannt sind) nur soviel sagen – ich halte sie für ebenso lächerlich wie den Vorwurf, sich bei mir bedient zu haben.
Und jetzt wird’s konkret – das muss sein, weil sonst keiner versteht, worum es geht. Nämlich um Dagmars Hotelidee. Dagmar wurde vorgeworfen, sie habe diese Idee bei mir geklaut, und hat mich daraufhin gefragt, ob ich genauso denke. Ich zitiere jetzt einfach mal, was ich ihr geschrieben habe:
Gleich vorweg – nein, ich hatte nicht das Gefühl, dass die Idee geklaut ist. Eine Hotelumgebung scheint mir für Deine Ausflüge eine Grundvoraussetzung zu sein – wie sonst willst Du die Geschichten verknüpfen? Eine reine Aneinanderreihung von Ausflügen wäre genau das – eine Aneinanderreihung. Auf Dauer unzufriedenstellend, weil ich persönlich finde, dass es (neben einer starken Figur wie Kattl) auch einen wiedererkennbaren Ort geben muss, an dem alles zusammenkommt.
Und – aber das kann der 08/15-User nicht wissen – ich sehe bei Dir einen ganz anderen Ansatz. Ich wollte tatsächlich Hotelgeschichten machen, mich auf die Figuren (hauptsächlich eben das Personal) und nicht die Umgebung konzentrieren. Falls sich Dein Ansatz ändert und Du mehr Hotel einbringst – ehrlich, das juckt mich nicht ein bisschen.
Aufmerksamen Lesern wird vielleicht etwas aufgefallen sein – die Tatsache, dass es bei meinem „Hotel am Stadtpark“ (das wie gesagt seit dem 12.2. nicht mehr online ist) nur ein einziges Kapitel gegeben hat und dass die Geschichte über ein Jahr brach lag. Das lag unter anderem daran, dass ich mich nicht wirklich entscheiden konnte, wie ich mit der Geschichte weiter mache. Die Idee, regelmäßig Gäste einzuladen, war schon etwas länger vom Tisch und auch der Soap-Charakter hat mir nicht mehr zugesagt. Und hier kommt das ins Spiel, was ich oben mit 08/15-User meinte – wer Einblick in meine Gedanken hat, wusste das. Jemand, der nur die Updates liest, ohne zu kommentieren und zu fragen, konnte das aber nicht wissen. Und hat damit doppelt und dreifach kein Recht, anderen solche Vorwürfe zu machen.
Wenn man aber auf der Basis des Augenscheins anklagen will, dann spielen wir das Spiel doch mal weiter. Und zwar mit meinen eigenen Geschichten… egal ob on- oder offline.
Wer sich noch an die alte Soap erinnert, den wird es vielleicht gar nicht überraschen, dass die Grundidee auf einer Fersehserie beruht – Friends. Diebstahl? Nein. Inspiration? Ja.
Und das ist in meinen Augen völlig legitim.
Grundsätzlich fände ich es sogar sehr spannend, zu sehen, was verschiedene Leute aus ähnlichen oder gleichen Ideen machen. Ich wette, da käme (wie bei Themen-OOAKs in Wettbewerben) nie 2x das Gleiche raus.
Hat jemand Lust, das mal in einer Kurzgeschichte auszutesten? Dann meldet Euch per Mail.
Aber zurück zu meinen Geschichten…
Gib mir Rosen: die Storyline für das erste Kapitel basiert auf „Kleid aus Rosen“ von Subway To Sally. Da habe ich auch nie ein Geheimnis draus gemacht. Hat mich deshalb jemand des Diebstahls bezichtigt? Käme überhaupt jemand auf diesen Gedanken?
Wer den Wind säht: eine Geschichte um Agenten – uh… wird jetzt jemand behaupten, dass ich mich bei der gemeinsamen Storyline von Roville und Cheridoll bedient habe? Versucht’s erst gar nicht, meine Storyline ist mit ihren Anfängen in der Soap schon länger online gewesen. Werfe ich deshalb Robin und Cheri Diebstahl vor? Hell no – die beiden kennen meine Seiten wahrscheinlich nicht mal.
Oh! Fast vergessen – Hotels gibt es ja auch schon… The Crossroads bei Cheridoll, das CC Grande Hotel bei City Circlez (ist ja nur eine Frage der Zeit, bis das mal in Geschichten auftaucht) und Colourcloud’s HOTEL.
Darf ich jetzt keine adligen Figuren, impotente Männer oder mannstolle Weiber mehr in meine Geschichten einführen, weil ich dann bei Nuggi klaue?
Oder Familien, weil Iris und Doris und Anja-Christine das schon machen? Mistmistmist.
Lesbenpaare… uhoh, da ist ja Diana schon dran.
Wie sieht’s mit Kurzgeschichten basierend auf Witzen aus? Alles schon dagewesen – siehe Kathi.
Mönche? Kattl.
Elche? Dagmar… obwohl… ich könnte ja zurück klauen. ![]()
Und das sind nur einige wenige Beispiele von den Seiten, die ich mehr oder weniger regelmäßig besuche..
Gut, dass meine nächste Geschichte (die meisten Kapitel sind geschrieben) ein Krimi wird. Oh hey… das haben City Circlez und Roville ja auch schon gemacht… *seufz* Aber die Inspiration kommt aus einer gaaaaanz anderen Ecke. Ich schwör’s.
Wie in aller Welt soll man noch etwas machen, ohne im allerengsten Sinn zu klauen? Es gibt nichts, was nicht irgendwo schonmal gemacht worden ist, ob es nun Orte, Geschichten oder Charaktere sind (das sollte den Thursday Next-Fans bekannt vorkommen). Spuren von Inspirationsvorlagen wird man überall finden, wenn man nur ausdauernd genug sucht.
Werden wir also demnächst damit leben müssen, dass Zwangsneurotiker unsere Geschichten auseinander nehmen und uns dann vorbeten, was wo schon mal gemacht wurde? Das klingt albern, nicht wahr? Ist es auch.
Und bei der Gelegenheit möchte ich gleich auch mal darauf hinweisen, dass mir persönlich in den meisten Fällen sehr wohl bewusst ist, woher meine Ideen kommen. Ich bin da sogar recht organisiert, wer des Englischen mächtig ist, findet einen Beitrag dazu hier.





[...] by online tools like the Babelfish, then let me refer you to the German post on the topic: Diebstahl oder Inspiration? Although I wouldn’t advise it until you’re dying from curiosity, the translated text [...]
Pingback von Thoughts on 1:6 » Short story group activity — 13 April, 2008 @ 10:02